Picos de Europa 2015

Im Sommer 2015 haben wir uns aufgemacht, die Picos de Europa im Norden Spaniens zu Fuß zu umrunden. 2011 waren wir das erste Mal dort unterwegs, damals auf der Ruta de la Reconquista, und hatten uns fest vorgenommen, den Nationalpark irgendwann ausführlich zu erkunden.

 

In den Picos gibt es eine ganze Reihe von Refugios, die es möglich machen, etappenweise das gesamte Hochgebirgsgebiet zu durchqueren. Eine Gruppe von Enthusiasten hat verschiedene Routen zu einem Ring, dem so genannten Anillo de Picos zusammengefasst. Auf drei verschiedenen Strecken kann man jeweils das Ost-, Zentral- und Westmassiv durchqueren oder die Wege zu einem großen Ring verbinden. Wir haben uns dieser Herausforderung gestellt und zehn sonnige und spannende Tage in den Bergen verbracht.
Ausgangspunkt für unsere Tour ist das Dorf Poncebos ganz im Norden des Nationalparks. Von dort aus geht es zunächst durch die Caresschlucht ins Westmassiv zum Refugio Vega de Ario und dann in zwei weiteren Etappen zu den Refugios Vegarredona und Vegabaño. Am vierten Tag steigen wir nach Posada de Valdeón ab um, einen Tag zu entspannen und zu verschnaufen.

 

Tag fünf bringt uns dann ins Zentralmassiv und weit nach oben zum Refugio Collado Jermoso, dem höchsten Schlafplatz unserer Tour. Tags drauf führt uns der Weg über die Cabaña Veronica zum Hotel Refugio Aliva und damit zum südöstlichsten Punkt des Tracks. Die südliche Durchquerung des Zentralmassivs ist geschafft.
Am siebten Tag geht es dann auf steilen Pfaden hinauf ins Ostmassiv wo wir nach einem harten Aufstieg das kleine, urige Refugio Casetón de Andara erreichen. Am achten Tag statten wir dem Dorf Sotres nach 2011 erneut einen Besuch ab, um dann auf uns bekannten Pfaden über den Collado Pandebano wieder ins Zentralmassiv, zum Urriellu und dem dort liegenden Refugio aufzusteigen. Auch der neunte Tag führte uns weiter auf bekannten Wegen, allerdings anders als 2011, bei strahlendem Sonnenschein. Über einige Pässe erreichen wir gegen Mittag das Refugio Jou de los Cabrones um dann weiter nach Bulnes abzusteigen, wo wir die letzte Nacht in den Bergen verbringen, bevor wir am Folgetag nach Poncebos absteigen. Damit schließt sich der Ring und wir haben uns die folgenden drei Tage am Strand von Noja wirklich verdient.